Edward Güldner - Böhmische 21
Geschichten aus der Dresdner Neustadt -
Geschichten aus der wilden und anarchischen Wendezeit.
Es liest Michael Heuser, musikalisch begleitet von Salbei.
„Bereits damals war zu spüren und zu sehen, dass es um Dinge, Personen und eine Lebensart ging, die im Begriff waren zu verschwinden.
Die Böhmische 21 und Hebeda‘s waren Inseln im gigantischen Umbruch der Nachwendezeit, die es so nicht mehr gibt.
Heute ist dieses Buch mit Geschichten zu einem Geschichtsbuch mutiert …“ (Edward Güldner)
Monika Groth, Mixtape of an Eastern Girl - 18 Tracks über das Aufwachsen in der DDR.
Weibliche Selbstermächtigung und Musik als existenzielle Überlebenshilfe. Die Protagonistin Joni Müller wächst zwischen Plattenbau und leiser Rebellion, Sehnsucht und Widerspruch auf. Musik wird
ihr Fluchtpunkt. Radioklänge, Westkassetten und Songtexte öffnen Fenster in eine andere Wirklichkeit. Sie biegt sich die DDR zurecht, bis es nicht mehr geht und nach dem Mauerfall lebt sie ihr
eigenes Roadmovie. Sie stolpert durch Beziehungen, durch Städte, durch Zeiten. Immer auf der Suche nach einem Ort, der sich wie Zuhause anfühlt. Und nach einem Sound, der sie trägt.
Musik von Michael Farbfilm
Sebastian Caspar liest aus Zone C
Sebastian Caspar ist Liedermacher, Autor und Sozialarbeiter aus Leipzig. In seinen Texten und Songs geht es nicht um Pose, sondern um Erfahrung – um Absturz, Abhängigkeit, Scham, Verantwortung
und den mühsamen Versuch, wieder aufrecht zu leben. Sein Schreiben ist geprägt von Nähe zur Realität und einem ungeschönten Blick auf das, was Sucht mit Menschen macht: innerlich, körperlich,
sozial.
Mit seinem autobiografisch geprägten Buch Zone C legte Caspar früh einen schonungslosen Text über Sucht, Kontrollverlust und das Leben in einer dauerhaften Ausnahmesituation vor. Zone C
beschreibt keinen spektakulären Exzess, sondern den schleichenden Prozess der Abhängigkeit – das Funktionieren nach außen, die Zerrüttung nach innen. Das Buch wurde für seine radikale Ehrlichkeit
und seine klare Sprache wahrgenommen und bildet bis heute einen zentralen Bezugspunkt seines künstlerischen Arbeitens.
Doreen Kähler liest Die unsichtbare Sammlung von Stefan Zweig, musikalisch begleitet von der Solocellistin Nina Clarissa Frenzel
Zwei Dresdnerinnen, die Schauspielerin Doreen Kähler und die Solocellistin Nina Clarissa Frenzel, interpretieren Die unsichtbare Sammlung. Eine Episode aus der deutschen Inflation, eine Novelle von Stefan Zweig. Ein Antiquar schildert die sonderbarste Episode, die „mir altem Kunstkrämer in den 37 Jahren meiner Tätigkeit begegnet ist“.



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